Kindergeburtstag: Die besten Tipps

Kindergeburtstage möglichst kreativ zu gestalten, ist seit einigen Jahren richtig schick und oftmals gehen Eltern in einen richtigen Konkurrenzkampf – wer macht das tollere Fest?

Da wird der Globalisierungsspezialist in Sachen Burger genauso bemüht wie der angemietete Kasperl, der Clown mit Trickkiste oder der Ausflug ins nächstgelegene Kinder-Abenteuerland. In vielen Fällen werden die Kinder überfordert, zum einen mit der Anzahl der Gäste, zum anderen mit dem gebotenen Programm.

Während die anwesenden Eltern zu überlegen beginnen, wie sie es beim Geburtstag des eigenen Kindes NOCH besser machen können und die kleinen Gäste toben, verzieht sich das Geburtstagskind dann unter Umständen in eine ruhige Ecke, weil alles viel zu viel ist. Man darf nicht vergessen: Für Kinder ist der Besuch einer großen Gruppe von Freunden, Freundinnen und deren Eltern in erster Linie einmal Schwerstarbeit. Es gilt herauszufinden, wieviel vom eigenen Terrain man abgeben möchte, welche Spielsachen man wirklich teilen möchte und wer gerade heute der beste Freund ist.

Kinder bis zum Volksschulalter müssen soziale Kontakte erst üben! Es ist in ihrer Entwicklung normal, dass sie keine „besten Freunde“ haben, sondern ihre Freunde nach Spielwünschen und Gelegenheiten wählen. Die Entwicklung einer sozialen Freundschaftsbeziehung, in der man innerhalb der Freundschaft auch loyal ist, wenn andere Verlockungen warten, beginnt erst mit dem Volksschulalter und wird erst mit der Pubertät beendet.

Wer seine Kinder also zwingt, mit drei Jahren „die besten Freunde“ einzuladen, wer sein Kind im Vorschulalter zwingt, sich mit einer Gästeschar in Klassengröße auseinanderzusetzen, überfordert sein Kind und macht ihm unter Umständen den Geburtstag zur Hölle!

Grundregel: Gäste nach Lebensjahren

Als erste Grundregel – und damit tun sich NUR die Eltern schwer – gilt: Es werden immer nur so viele Gäste eingeladen, wie das Kind alt wird. Somit sind bis zum Schuleintritt nie mehr als fünf Kinder auf der Party. Gefeiert wird am besten in einem gewohnten Umfeld, mit einfachen Spielen, in die sich außer dem Spielleiter kein Erwachsener einbringt. Es ist eine absolute Wunschvorstellung, dass man solch einen Kindergeburtstag „einfach laufen lässt“.

Kinder in diesem Alter benötigen Erwachsene, um den Nachmittag gemeinsam zu gestalten, Struktur bezüglich „jetzt wird gespielt, nun gibt es Kuchen“. Kinder im Vorschulalter sind mit komplexen Entscheidungsaufgaben heillos überfordert. Es ist Aufgabe von uns Erwachsenen, Struktur zu bringen. Wenn es dazwischen ein Spiel gibt, das die Kleinen gemeinsam spielen wollen und auch können – wunderbar. Man sollte jedoch nicht davon ausgehen, dass das den ganzen Nachmittag so läuft.

Wo kriegt man eine Hüpfburg her?

Zu kindlichen Sonderwünschen habe ich noch eine nette Anekdote: Der achtjährige Sohn einer Nachbarin wünschte sich unbedingt eine Hüpfburg zum Geburtstag. Wohlgemerkt nur für einen Nachmittag. Dennoch erschien es seiner Mutter doch ein etwas großzügiges Geschenk.

Nach einigen Diskussionen stellte sich heraus, dass sie auch horrende Vorstellungen zum Preis solch einer Miete hatte. Wir recherchierten und fanden einen Anbieter, der Spezialist für aufblasbare Werbung ist und auch Hüpfburgen im Angebot hat. Für 145 Euro pro Tag bekommt man tatsächlich eine Hüpfburg geborgt! Nun gab es also kein Argument mehr dagegen…

 

Bild von Hüpfburg zur Verfügung gestellt von skanbo.com

Für die Hüpfburg gilt es zu beachten: Die Kinder unbedingt beaufsichtigen und nur so viele Kinder gleichzeitig in die Hüpfburg lassen, wie laut Herstellerangabe genehmigt ist. Außerdem lohnt es sich, auch für die Hüpfburg Spiele vorzubereiten. Wenn die Kleinen erst einmal ausgetobt haben, wollen sie Herausforderungen!

Und mehr Tipps zu Kindergeburtstagen gibt in bald hier auf Kreativ Kinder!